Person
Marcus Lehnertz
M. Sc.Adresse
Gebäude: Sammelbau Chemie
Raum: 38B 320
Worringerweg 1
52074 Aachen
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Forschung
Upcycling von Polyestern
Kunststoffe haben unsere Welt verändert. Seit den 1950er Jahren finden sie Einzug in immer mehr Bereiche unseres Lebens, von Gegenständen des täglichen Bedarfs, wie PET-Flaschen, bis hin zu hochbeanspruchten Polymeren in Gelenkprothesen oder Maschinenbauteilen. Während immer mehr und bessere Kunststoffe entwickelt wurden, wurde parallel die „end‑of‑life“-Frage den zukünftigen Generationen überlassen. Dies führt dazu, dass von den 8300 Millionen Tonnen produzierten Kunststoffs bisher nur 600 Mt recycelt wurden. Dieses Missverhältnis gilt es zu ändern. Der „Kunststoffabfall“ soll daher als neue Rohstoffquelle genutzt werden. Klassisches Recycling führt jedoch oft in eine Sackgasse. Die recycelten Polymere sind oft von minderer Qualität, nur zu gewissen Anteilen einsetzbar und/oder preislich zu hoch angesiedelt, um die großtechnisch produzierten, industriell relevanten und erdölbasierten Monomere zu verdrängen. Die smarte Lösung für dieses Problem ist das sogenannte Upcycling. Die Kunststoffabfälle werden im wahrsten Sinn als Rohstoff genutzt, um daraus hochpreisige Feinchemikalien herzustellen. Erdölkonsum, CO2-Emission und Umweltverschmutzung können somit simultan reduziert werden. Dieses Ziel wollen wir mittels heterogener Katalyse erreichen.